Edelsteine & Perlen
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Zertifikat "Diamantgutachter HRD Antwerpen" seriös?

 
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #16
tatze-1
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tatze-1

 ·  #17
hihi
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 ·  #18
Ich denke, man kann das nicht generalisieren.

Wenn die Dame bei Bares für Rares** mit diesem Kurs gut zurechtkommt, damit für ihr Gebiet plus entsprechender Erfahrung genug Sicherheit im An- und Verkauf hat, passt doch alles. Bei unklaren Befunden wird die eh Rat von z.B. der DGemG einholen.

Gemmologe ist nicht geschützt - letztlich entscheidend ist die ständige Bereitschaft zur Weiterbildung, praktische Erfahrung und auch Leidenschaft für das Thema.

Mir wären diese Ausbildungen zu dünn und teuer - deswegen habe ich die nie gemacht. Wir haben mittlerweile genug Möglichkeiten im Internet zu Weiterbildung. Toll sind Angebote von Kursen zur Bedienung von komplexeren Analysegeräten oder Mikroskopie. Die machen Sinn.


Viele Edelsteinhändler (und hier sollte vertiefte Warenkunde dazugehören) haben weniger Ahnung als viele ihrer Kunden - die könnten auch Tomaten oder Gebrauchtwagen verkaufen. Ich mag die - immer wieder gute Quellen für nicht richtig eingeschätzte Schnäppchen.

** Bei Bares für Rares als „Scripted Reality“ wird neben m. M n. völlig unrealistischen Ankaufspreisen viel Mist erzählt - wenn z. B. die promovierte Expertin mit unaussprechlichem Namen ersthaft behauptet, Diamanten wären wegen ihrer Spaltbarkeit schleifbar, fällt mir nicht mir viel ein. Ist ja nicht live sondern aufgezeichnet und die recherchieren vorher entsprechend.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #19
Zitat geschrieben von Guestuser

** Bei Bares für Rares als „Scripted Reality“ wird neben m. M n. völlig unrealistischen Ankaufspreisen viel Mist erzählt - wenn z. B. die promovierte Expertin mit unaussprechlichem Namen ersthaft behauptet, Diamanten wären wegen ihrer Spaltbarkeit schleifbar, fällt mir nicht mir viel ein. Ist ja nicht live sondern aufgezeichnet und die recherchieren vorher entsprechend.


Und übernimmt dann der Sender die Differenz zwischen
überhöhtem Ankauf und nicht zu erzielendem Verkaufspreis?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #20
Raustland
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Raustland

 ·  #21
Warum auch, du bekommst für den Differenzbetrag ja wöchentlich eine halbe Stunde Werbung zu besten Sendezeit, überleg mal wenn du des bezahlen müßtest. Da kannst locker was auf den Materialwert drauflegen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #22
Rub
 
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Rub

 ·  #23
Guestuser schrieb:
Viele Edelsteinhändler (und hier sollte vertiefte Warenkunde dazugehören) haben weniger Ahnung als viele ihrer Kunden - die könnten auch Tomaten oder Gebrauchtwagen verkaufen. Ich mag die - immer wieder gute Quellen für nicht richtig eingeschätzte Schnäppchen.


Das trifft vielleicht bei einigen zu, gerade die ein großes Sortiment haben und auch mehrere Angestellte, aber die müssen ja auch regelmäßig verkaufen um die kosten decken zu können und der Zeitaufwand ist ja da auch enorm und die Preise nachdem direkten Einkauf kalkuliert, Gewinn machen die dann ja sowieso.
Mein Eindruck ist auch das Händler mit sehr großer Auswahl wenig bis garnicht reduizieren und wenn man extrem viel anbietet ist natürlich auch die Wahrscheinlichkeit größer was zu verkaufen. Bei kleineren Shops sind eher mal Sales, vor allem zum Ende des Monats oder werden auch mal versteigert (bei gemrockauctions oft der Fall).
Und es führt natürlich auch dazu das man bei dem Händler dann auch immer mal wieder guckt und auch kauft.
Einer der seine Preise immer wieder dem Marktwert entsprechend anpasst, da guckt man nicht so oft wieder (ist die Frage auch ob man das rechtlich überhaupt darf, da hab ich aber keine Ahnung von). Meistens landet ja dann eh der Gewinn den man evt. mal erzielen sollte bei einem Verkauf (falls man einen Käufer dafür findet, der den Preis dann auch zahlt) ja dann meistens auch wieder bei dem Händler oder zumindest in der Branche.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #24
Es sind nicht viele. Das ist nicht wahr und eher eine individuelle Wahrnehmung. Die allermeisten Verkäufer sind gut ausgebildet und wissen schon genau was sie verkaufen.

Aber ich hatte auch schon mal besserwisserische Kunden, die leider falsch informiert waren und mir Vorhaltungen machten, mit íhrem Teil- und Halbwissen.
arglthesheep
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arglthesheep

 ·  #25
das kann ich leider nicht unterschreiben.
Ich spreche allerdings nur von den Steinverkäufern, alles andere kann ich dann eher nicht mit Erfahrungswerten hinterlegen. Aber selbst bei den renommierten Verkäufern (alter Idar Obersteiner Händler) habe ich bei ca. 40 gekauften Steinen mehr als 40% falsch deklarierte enthalten gehabt. Korund anstatt Chrysoberyll und umgekehrt. Turmalin statt Topas. Also eigentlich auch einfach zu entdeckende Fehler und war ihm auch sehr peinlich. Wenn das aber ein Durchschnitt ist der sein Portfolio so betrifft, fände ich das katastrophal.
Man muss aber auch dazu sagen, dass wir natürlich auch recht selektiv kaufen und ungewöhnliche Farben bei Varietäten raussuchen. Diese sind dann entweder selten oder eben falsch deklariert.

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Es sind nicht viele. Das ist nicht wahr und eher eine individuelle Wahrnehmung. Die allermeisten Verkäufer sind gut ausgebildet und wissen schon genau was sie verkaufen.

Aber ich hatte auch schon mal besserwisserische Kunden, die leider falsch informiert waren und mir Vorhaltungen machten, mit íhrem Teil- und Halbwissen.
Rub
 
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Rub

 ·  #26
arglthesheep schrieb:
das kann ich leider nicht unterschreiben.
Ich spreche allerdings nur von den Steinverkäufern, alles andere kann ich dann eher nicht mit Erfahrungswerten hinterlegen. Aber selbst bei den renommierten Verkäufern (alter Idar Obersteiner Händler) habe ich bei ca. 40 gekauften Steinen mehr als 40% falsch deklarierte enthalten gehabt. Korund anstatt Chrysoberyll und umgekehrt. Turmalin statt Topas.

Rub
Das liegt doch bestimmt auch zum Teil daran, das man sich auf seine Quellen verlässt oder?
Kontrolliert Ihr jeden Stein den Ihr geschliffen eingekauft habt auf Mineralienart, Behandlung, Herkunft usw. oder macht Ihr Stichproben?
Wenn Ihr jetzt zum Beispiel gute Erfahrungen gemacht mit einem Händler, habt dort z.B. 100 Steine eingekauft,
alle kontrolliert und alles stimmte wie angegeben, kontrolliert Ihr so jemanden bei der nächsten Bestellung dann trotzdem nochmal alle/alles, oder macht Ihr dann nur Stichproben?
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Guestuser

 ·  #27
Ja, machen wir.

Die notwendige Ausstattung haben wir - in Zweifelsfällen dann halt DGemG.
arglthesheep
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arglthesheep

 ·  #28
Generell versuchen wir jeden Stein zu kontrollieren. Wenn wir größere Lots kaufen oder bekommen, prüfen wir alle von den Steinen, die Abfarben sind oder auffällig und von den anderen "regulären" Steinen machen wir Stichproben, da die Erfahrungswerte einfach andere sind.
Das fängt beim kommerziellen Steinhändlern an, bis zum Raritätenhändlern, die sich damit eigentlich auskennen sollten. Die o.gen. Quote ist da leider immer wieder da.
Herkunft können wir in den meisten Fällen nicht prüfen, nur wenn es völlig abwegig scheint, versuchen wir das zu klären. Grundsätzlich geht es erstmal um die Steinart, ob diese dem entspricht.
Um ein paar Beispiele zu nennen, haben wir Apatite bei Turmalinlots, bei Hauynen gefunden. Vom Turmalin ist der Stein so einfach nur mit einem Refraktometer nicht zu unterscheiden, wenn man da flott drüber geht und schon ist es passiert.
Durch die längjährige Erfahrung mit genau solchen Steinen und dem Wissen das das passiert, greift man oft schon sehr zielsicher die Steine raus, die nicht passen. Einige bekommt man dann erst durch sorgfältiges Prüfen raus gezogen, da farblich erstmal unauffällig.
Das löst ja nicht das Problem, ob der Händler die Steine einfach nicht geprüft hat, oder sie schlicht und ergreifend verwechselt (beim Labeln oder auszeichnen), aber es passiert eben regelmässig. Bei teureren Steinen sicher deutlich weniger, da hier oft Reports von renommierten Laboren vorliegen, aber auch das ist nicht immer eine Garantie, wie schon immer wieder erlebt.
Rub
 
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Rub

 ·  #29
Das ist ja wirklich Horror bei so einer Quote, das ist fast jeder zweite Stein.
Bestellt Ihr denn generell bei so welchen Grosshändlern weiterhin?
Und hat sich denn durch die Meldung und gehe mal von Rücknahme der falsch deklarierten Steine aus, was verändert gehabt?

Ich gehe jetzt mal von dem Händler mit 40jähriger Erfahrung aus, der bezieht von seiner Quelle z.B. Sri Lanka seine Steine seit 20 Jahren von einem Minenbesitzer mit Schleiferri oder Händler.
Am Anfang hat er die Steine noch regelmässig kontrolliert und war alles korrekt. Nach ein paar Jahren hat der Sri Lanka Händler mal ein paar günstigere Altermativen mit beigepackt.
Und da nie Beschwerden kam wurde es immer und immer über die Jahre bis hin zu den 40%.
Oder gibt es auch Grosshändler in Deutschland die das wirklich selbst drauf anlegen oder wo einfach die Fehlerquote beim falsch deklarieren und verpacken vorkommt?
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #30
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