1. Etwas Alkohol in das Flussmittel geben.
2. Mehr Geduld beim erhitzen.
3. Zuerst Flussmittel, dann erhitzen, dann die Lotpaille drauf.
4. Umsteigen auf Lotpasten.
Kornelia Sch
Moderator
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Kornelia Sch
30.06.2013 - 09:37 Uhr
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#3
Ich erzähle es jetzt mal aus Hobbyisten-Sicht und (weil ich eine Frau bin und mein Sprachzentrum deshalb sehr viel trainierter ist) mit viel mehr Worten, als Heinrich :mrgreen:
Ich bin nämlich auch so eine ganz Ungeduldige, der es immer zu lange dauert :mrgreen:
Und ich bin gebürtige Schwäbin ... also bin ich auch manchmal entsetzlich geizig und denke, dass ich viiieeel zu viel Gas verplempere, wenn ich zu lange mit dem Kartuschenbrenner in ganz langsam verringernder Entfernung das Werkstück ebenso langsam und gleichmässig erhitze.
BTW: Wenn ich das Ganze 3 x wiederholen muss, weil erst die 4. Lötung sitzt, habe ich mehr Gas verbraucht ... und Zeit ... und ich ärgerte mich 3 x sinnlos.
Aber anders geht's nicht, das bläut uns der Meister im Goldschmiedekurs jedesmal wieder ein.
Also kurz und knapp:
Gasflamme in etwa 25 cm draufhalten und dann langsam dichter dran.
Ganz genau hingucken: Wenn die Paillons anfangen zu zittern, wieder ein bisschen weg.
Irgendwann sind sie fest an der Lötstelle und dann fliegen sie nicht mehr weg und die Lötung gelingt.
Silberschweif
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Silberschweif
30.06.2013 - 09:54 Uhr
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#4
Ich bin auch Hobbyist und ich mache es immer so :
Zuerst alles großzügig mit Flussmittel einpinseln. Das Lot irgendwo am Rand vom Lötteller auch mit Flussmittel einpinseln. Dann erhitze ich das Lot einzeln und hebe es mit der Spitze vom Lotschieber auf. Dann erhitze ich das Stück so weit das ich sicher sein kann das das Lot sofort anfängt zu fließen wenn ich das Lot mit dem Lotschieber an der richtigen Stelle platziere. Für größere Lötungen kann man das auch öfter wiederholen oder eben langsam und vorsichtig.
Das zweite liegt mir aber auch nicht so *g*
Die Methode funktioniert super und man hat das Lot immer genau da wo man es haben will
lg
chris
tatze-1
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tatze-1
30.06.2013 - 10:02 Uhr
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#5
Hast Du es schon mal mit Stupflot versucht? Ist ganz dünner Lotdraht, der direkt an die Lotstelle gestupft wird und, wenn es warm genug ist, sofort fließt. Brauchste keine fliegenden Paillen. Ist aber alles Übungssache.
Heinrich Butschal
Moderator
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Heinrich Butschal
30.06.2013 - 10:09 Uhr
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#6
Das ist die Nummer 3 zur Perfektion getrieben. Ich hatte eher die einfachere Version im Sinn.
Mit Flussmittel einpinseln, erhitzenbis es geschmolzen ist und dann mit der Flamme weg und in Ruhe die mit wenig Flussmittel benetzten Paillen mit Pinzette oder Lotpinsel plazieren.
Die Resthitze des Stückes sorgt dann für ein sofortiges Ankleben.
Beim weiteren Erhitzen springt dann nichts mehr.
Aber so wie Du es machst ist es perfekt.
Tilo
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Tilo
30.06.2013 - 19:27 Uhr
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#7
die flußmittle blähen auch unterschiedlich;
brazetech h ziemlich heftig
fluoron weniger, insbesondere, wenn verdünnt
ich bevorzuge auch allmählich erwärmen, gerade bei Lötungen mit vielen kleinen Lotp.; fassungen auf boden, Rahmen usw
Schmuckfreundin
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Schmuckfreundin
30.06.2013 - 20:02 Uhr
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#8
Vielen Dank für Eure hilfreichen Tipps. Damit werden die nächsten Lötungen bestimmt besser gelingen.